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Verein der Freunde und Förderer des Vogelsbergartens (VFFV)

Bürgermeister Edwin Schneider

Marktstraße 28 - 32
35327 Ulrichstein

Telefon (06645) 9610-14

 

Geschäftsführer

Herr Richard Golle

Bornwiesen 8

36369 Lautertal


Veranstaltungen


25.09.​2020 bis
05.10.​2020
Kartoffelernte
Wie jedes Jahr ernten die Schüler die im Frühjahr gesetzten Kartoffeln. Rahmenprogramm und genauer Termin wird kurzfristig bekannt gegeben. [mehr]
 

Aktuelle Meldungen

2018: Ein ereignisreicher Sommer im Vogelsberggarten

Das Kleinod im Naturpark der Vulkanregion Vogelsberg wird immer bekannter

 


Anlässlich der Biodiversitätskonferenz in Ulrichstein Anfang diesen Sommers bezeichnete Bürgermeister Schneider den Vogelsberggarten als „Aushängeschild der Region“. Immer mehr Besucher kämen auf den Schlossberg hinauf. Auch das Hessische Fernsehen hatte Interesse an den Besonderheiten gezeigt und schon zwei Berichte gesendet.

 

Zusätzlich lud wie in jedem Jahr der Geschäftsführer des Gartens, Richard Golle, zu mehreren geführten Rundgängen über das Gelände ein. Dadurch konnte unter anderem eine neue Patin gewonnen werden, so dass es inzwischen acht Helfer sind, die die Beete im Garten mit pflegen und für Aktionen und Projekte zur Verfügung stehen. Für die Zukunft wünschen sich alle Beteiligten dem jetzigen öffentlichen „Schaugarten für die heimischen Pflanzen“ einen erweiterten Status als botanischer Garten.
 

Weitere Förderung für die nächsten zwei Jahre

In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde sind mit den erneut bewilligten Geldern aus der hessischen Biodiversitätsstrategie inzwischen drei Anzuchtbeete für Blumen und seltene Pflanzen sowie kleine Mengen „Wildvorkommen“ angelegt worden. Neben dem Bauerngarten wurde eine Themenecke eingerichtet für die Stehende Weißmiere, eine Pflanzennachzucht aus dem Botanischen Garten in Frankfurt. Daneben findet man ein Feuchtbiotopbeet mit „Sedum“, dem selten gewordenen Supfmauerpfeffer.

 

Nicht zu übersehen ist das begehbare 8 x 5 Meter große Beet neben dem Bauernacker, wo aus Samen gezogene heimische Gehölze heranwachsen. Bislang sind dort kleine Ulmen, Speierlinge, Wildbirnen und Haferschlehen zu finden. Hinzu kam eine Umzäunung, die den Wildverbiss durch Rehe und Hasen reduzieren soll. Im folgenden Jahr wird auf dem Südhang ein neues, terrassenförmiges Glatthaferbeet angelegt, das mit sieben Metern Breite und nur einem Meter Tiefe einfacher zu pflegen sein wird als das bisherige. Am ehemaligen Standort wachsen dann als „Insektenweide“ entsprechende Blühsträucher und Blumen.
 

Die ersten Sponsoren für den Vogelsberggarten

Durch drei örtliche Gewerbebetriebe erhielt der Trägerverein „Freunde und Förderer des Vogelsberggartens“ kostenlos Material, um einen schmucken Tomaten-Unterstand im Bauerngarten bauen zu können. Großzügig gespendet wurden dafür Holzlatten, Kanthölzer und formschöne Biberschwanz-Ziegel sowie Schindeln, mit denen der Hingucker in 40 Arbeitsstunden errichtet werden konnte. Ein anderer Sponsor hat sich zudem bereit erklärt, mehrere Bänke anzufertigen. So werden ab dem nächsten Jahr Besucher an den einzelnen Themenbeeten bequeme Sitzgelegenheiten vorfinden.

 

Ein Hoch auf die Insekten

Ob man den ortsansässigen Imker als Sponsor, Förderer oder Nutznießer bezeichnen möchte, ist gleich. Er brachte in diesem Jahr einige Bienenstöcke in den Vogelsberggarten. Dort schwärmten seine Honigbienen während der warmen Monate aus und bestäubten beim Sammeln von Nektar die Pflanzen am Schlossberg. Auf diese Weise wurde einerseits dem Bienensterben entgegengewirkt und andererseits gibt es nun den „Schlossgartenhonig“ aus Ulrichstein. Darüber hinaus haben mehrere Ulrichsteiner Bürger angekündigt, Insektenhotels zu spenden. So werden ab 2019 an verschiedenen Standorten im Vogelsberggarten hoffentlich nützliche Wildbienen und andere Insekten adäquate Nist- und Überwinterungshilfen entdecken.
 

Motorsägen-Schauschnitzen im festlichen Rahmen

Im Februar mussten im südlichen Bereich des Vogelsberggartens mehrere Fichten gefällt werden, die zu viel Schatten auf das Glatthaferbeet warfen. Um an dieser Stelle die Grenze des Gartens zu verschönern, kam man auf die Idee, aus den vier Meter hohen Baum-Stümpfen Skulpturen zu schnitzen. Im Rahmen eines kleinen Sommerfestes zeigte der Hobby-Kettensägenkünstler Hans-Peter Würz aus Wernges dafür sein Können und kreierte vier Figuren.

 

Erntedankfeier zu den Themen „Bäume und Herbst“

Am Ende des Sommers feierten die Freunde des Vogelsberggartens wieder den Erntedank auf dem Schlossberg. Am einem frühen Sonntagnachmittag im September begannt die diesmal außerordentlich gut besuchte Veranstaltung mit einer von Pfarrerin Antje Armstroff geleiteten Andacht vor der Ernst-Happel-Hütte. Anschließend wurde dort neben dem Bauerngarten Kaffee und selbst gebackener Kuchen angeboten. Danach lud die Märchenerzählerin Sandra Bauer zu Geschichten ein auf einem botanischen Rundgang zum Thema Bäume und Herbst.

Bürgermeister Schneider, der mit seiner Gattin an der Feier teilnahm, berichtete den Anwesenden von der geplanten Restaurierung der Burgruine oben auf dem Schlossberg, die sich im Besitz des Landes Hessens befindet: „Wir hoffen, dass wir in der nächsten Saison wieder vom Turm in alle Richtungen über das Land schauen konnen.“

 

Quelle: Brigitta Möllermann

 

Foto zur Meldung: 2018: Ein ereignisreicher Sommer im Vogelsberggarten
Foto: Blüht vom Sommer bis zum Herbst: Die Sonnenblume - Liebling der Insekten und Vögel - Foto (c) Brigitta Möllermann

Der Vogelsberg und seine Orchideen

Jochen Schmidt, ein "alle wetter!“-Reporter des Hessenfernsehens, machte sich im April 2018 auf in den Vogelsberg, um für eine Sendung im Fernsehen von einem geplanten Orchideenbeet auf dem Ulrichsteiner Schlossberg zu berichten. Da naturgemäß auf den Mittelbebirgshöhen von rund 700+ Metern noch wenig grünte und blühte, interviewte er den Geschäftsführer des dortigen Vogelsberggartens Richard Golle. Dieser skizzierte für ihn ein geplantes Hochbeet von 5 mal 2 Metern, das demnächst die Nachzucht seltener heimischer Orchideen in Ulrichstein beherbergen soll - vorausgesetzt, man bekommt das entsprechende Geld dafür zusammen, zum Beispiel durch die hessische Umweltlotterie GENAU.

 

Mehr als 10 Pojekte im Vogelsberg hoffen auf einen Gewinn
Wer sich als Mitspieler bei LOTTO Hessen registrieren lässt und online oder per Kundenkarte am Kiosk bei GENAU mitspielt, kann anhand seiner Postleitzahl bei einem Gewinn der Klasse 1 bis 3 mitbestimmen, welche Umwelt- oder Naturschutzprojekte in seiner Region realisiert werden. Diese wurden zuvor eingereicht, um eine Chance auf den wöchentlichen Zusatzgewinn von 5.000 € wahrzunehmen - siehe www.genau-lotto.de/projekte/vogelsbergkreis.

 

Mit bis zu 5 Euro (plus Gebühr) sind Erwachsene aus Hessen nach ihrer Anmeldung einmal pro Woche bis zur Ziehung am Freitag online mit dabei - ebenso anonym und mit Barzahlung im Lottokiosk. Für das Spiel selbst sind nur Los-Id und die Postleitzahl des Wohnortes auf dem Tipp-Schein wichtig. Wer als Gewinner in der Klasse 1 aus einem der 26 hessischen Landkreise bzw. kreisfreien Städte gezogen wird, bekommt 40 % des Jackpots - mindestens jedoch 10.000 Euro.

Echte Orchideen sind selten und teilweise schon vom Aussterben bedroht
Der Grund für den geringen Bestand von Orchideen ist, dass sie sind sehr empfindlich sind und artspezifische Standorte benötigen, um dort Symbiosen mit Mykorhiza-Pilzen einzugehen. Außerdem können sie nur von ganz speziellen Insekten bestäubt werden, wenn sie blühen. Das sind ungewöhnlich komplizierte Erfordernisse, die beim Nichtvorhandensein einen Orchideenbestand zum Erlöschen bringen können.

Unter der Devise "Die biologische Vielfalt lebt vom Mitmachen" hatte die Untere Naturschutzbehörde des Vogelsbergkreises im Jahr 2016 gegengesteuert und eine erste Biodiversitätskonferenz abgehalten. Seither konnten einige Projekte zum Erhalt, zur Wiederherstellung und zur Verbesserung der Biodiversität durchgeführt werden. Die Maßnahmen wurden in Kooperation mit Bürgern, Städten und Gemeinden, Behörden und insbesondere auch mit den Forstämtern und Naturschutzgruppen entwickelt und realisiert. Aus einem Förderprogramm des Landes Hessen wird u. a. auch der Vogelsberggarten in Ulrichstein mit unterstützt.

 

Save the Date: Die nächste Biodiversitätskonferenz findet am Dienstag, den 5. Juni 2018 in Ulrichstein statt. Bei dieser öffentlichen Veranstaltung soll auch der Vogelsberggarten mit seiner überaus bemerkenswerten Biodiversität besichtigt werden. Die Untere Naturschutzbehörde möchte dabei viele Menschen aus der Region überzeugen und zum Mitmachen animieren, die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume für nachfolgende Generationen zu erhalten und erlebbar zu machen.

Quelle: Brigitta Möllermann

Foto zur Meldung: Der Vogelsberg und seine Orchideen
Foto: Der Vogelsberg und seine Orchideen

Rosenschnittkurs beim Profigärtner

An einem Samstag in März 2018 waren Richard Golle, der Geschäftsführer des Ulrichsteiner Vogelsberggartens, und einige seiner Paten im Rosendorf Steinfurth verabredet. Rund zwei Stunden lang nahmen sie mit anderen Interessierten an einem Schnittkurs der Rosen Union, einem genossenschaftlichen Zusammenschluss von Rosengärtnern, teil. Noch recht früh in diesem Jahr ging es dabei zu Lernzwecken manchen blütenlosen Strauch-, Beet-, Stamm- und Edelrosen an die Zweige.

 

Referent und Lehrgangsleiter war der Vogelsberger Landwirtschaftsmeister und Gärtner Günter Stroh aus Gemünden (Felda). Er begeisterte die Teilnehmer nicht nur durch großes Können, sondern auch mit seinen humorigen Anmerkungen und dem umfangreichen Wissen. Auf jede Frage konnte er die passende Antwort geben. Als Lösung für die richtige Kletterrose im 600 Meter hohen Vogelsberg empfahl er z. B. die winterharte Sorte "Schneewalzer".

 

Bei den gängigen Rosengruppen zeigte Stroh den passenden Rückschnitt und definierte die Höhe. Einerseits ging es darum, so genannte Dominanztriebe zu verhindern und andererseits, die schwachen und kranken Triebe zu entfernen. Auch Befall und Krankheiten der Pflanzen wurden erläutert, ebenso wie der Einsatz von gutem Dünger im Mischverhältnis 1 : 0,7 : 1,5 (Stickstoff, Phosphor, Kali).

 

Zusätzlich wurden die Themen Pflanzenveredelung, Boden-Bedingungen für Neupflanzen sowie der Zeitaufwand für die Pflege und Möglichkeiten des Winterschutzes angesprochen. Zum richtigen Zeitpunkt für den Frühjahrsschnitt meinte er: "Wenn die Forsythien blühen." Und zum falschen Werkzeug... fragen Sie ihn am besten selbst :-)

 

Foto zur Meldung: Rosenschnittkurs beim Profigärtner
Foto: Rosenschnittkurs beim Profigärtner

Ein Jahr im Vogelsberggarten: Arnika, Trollblume, Eisenhut & Co

Fünf Wildpflanzenbeete, der Kräutergarten und ein Bauerngarten erfordern viel Arbeit

 

Auf rund 600 Höhenmetern finden Besucher des Vogelsbergstädtchens Urichstein eine ganz besondere Gartenanlage. Sie wurde auf dem Burgberg 1999 / 2000 nach Jahren intensiver Planung auf mehr als sechs Hektar eingerichtet, um die vielfältigen Pflanzenschätze der Vogelsberger Kulturlandschaft nach allen Himmelsrichtungen hin zu präsentieren.

 

 

Rund um die kegelförmige Basaltkuppe haben unterschiedliche Pflanzengesellschaften ideale Wachstumsbedingungen gefunden an Felsen und Mauern, in einem kleinen Wäldchen, auf Weiden und Koppeln, zwischen Büschen und Hecken.

 

Am Westhang wird zudem ein Acker alljährlich auf traditionelle Weise bestellt mit fast vergessenen altem Getreide und Hackfrüchten sowie selten gewordenen Ackerwildkräutern.

 

Als Wintergetreide werden dort im Oktober Einkorn, Dinkel, Schwarzer und Gelber Emmer, Langstieliger Roggen ausgesät. Die Aussaat des Sommergetreide wird am 100sten Tag des Jahres vorgenommen mit Amaranthsamen, Flachs (Lein) Hafer und Gerste.

 

Gesäumt von Rosen und blühenden Stauden gedeihen im Bauerngarten während des Sommers seltene Gemüse, Salate sowie Früchte und Beeren an Sträuchern neben den typischen Gartenkräutern in den Beeten. Einen separaten Bereich findet man auf der Ostseite unterhalb der Burgruine. Dort wachsen Kräuter für die Küche und Heilpflanzen, die man einst für medizinische Zwecke verwendete.

 

Mit Unterstützung eines Landwirtes, der Stadt Ulrichstein, dem Bauhof und mehreren ehrenamtlichen HelferInnen hegt und pflegt Richard Golle als Geschäftsführer im Auftrag des Naturparks Hoher Vogelsberg das Gelände.

 

Dreimal im Jahr - im Frühjahr und im Herbst sind zusätzlich die Kinder aus der örtlichen Grundschule mit von der Partie. Dann gibt es für sie praktischen Unterricht in Form von säen, pflanzen und ernten von Kürbissen und Kartoffeln. Im Sommer werden mit ihnen auf der nördlichen Hangwiese nach dem Mähen von Gras und Klee wie früher Heureuter aufgestellt und bestückt.

 

Der Vogelsberggarten bleibt noch hinter seinen Möglichkeiten zurück

Nach 10 Jahren seines Bestehens erhielt das Projekt den OVAG-Umweltpreis in Höhe von 5.000 Euro. Der Grund dafür war, dass im Vogelsberggarten Nachhaltigkeit praktisch veranschaulicht wird und zwar auf eine bemerkenswert bescheidene und besonders unverfälschte Weise. Zusätzlich kamen im Laufe der Zeit kleinere Spenden z. B. von den Soroptimistinnen und dem Inner-Wheel-Club in die Kasse.

 

2016 erreichte die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises, dass der Förderverein des Vogelsberggartens im Rahmen der hessischen Biodiversitätsstrategie bis 2020 einige Landesmittel zum Zwecke der Verbesserung der Artenvielfalt erhält.

 

Trotz allem bedauert der Gründer und Initiator des Vogelsberggartens, Ernst Happel, als ehemaliger Chef des Naturparks, dass die Weiterentwicklung und geplante Optimierung des Vogelsberggartens bisher noch nicht ganz gelungen ist: „Nur mit ehrenamtlich tätigen Paten allein ist die Arbeit nicht zu schaffen. Weitere Spenden, Sponsoren und Finanzmittel könnten hier bestimmt weiterhelfen!“

 

Die Arbeiten im Laufe des Jahres

  • Die Pflanzen im Borstgrasrasen-, Glatthafer- und Goldhaferbeet wurden neu beschildert.
  • Bei der Aktion „Eindämmung von Jakobskreuzkraut“ wurden 45 Stück 120-Liter-Säcke eingesammelt.
  • Zusätzlich zum Erntefest fanden mehr als zehn gebuchte Führungen außer den öffentlichen Rundgängen im Vogelsberggarten statt.
  • Beim Säen und Ernten mit der örtlichen Grundschule vermittelten Lehrer, Bauer Timo Stein und Richard Golle praktisches Wissen.
  • Es wurden begonnen, drei Hochbeete zu bauen zur Anzucht von verschiedenen Pflanzen.
  • Der Zaun um die Anzuchtbeete, den kleinen Teich für Sumpfmauerpfeffer sowie die Ernst-Happel-Schutzhütte wird erneuert.
  • Der Weg durch den kleinen „Urwald“ hinunter zum Museum im Vorwerk soll zwecks besserer Begehbarkeit um Zwischenstufen ergänzt werden.

 

Quelle: Brigitta Möllermann

Foto zur Meldung: Ein Jahr im Vogelsberggarten: Arnika, Trollblume, Eisenhut & Co
Foto: Hier blüht es bis zum Herbst: Der umzäunte Bauerngarten (c) Brigitta Möllermann

Hoher Vogelsberg: Mit Biodiversität gegen den Artenschwund

Im Vogelsberggarten auf dem Schlossberg in Ulrichstein blickt man auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Dort auf rund 600 Höhenmetern, wo man sich erfolgreich gegen die Problematik des Artenverlustes stemmt durch die Anlage von floristisch wertvollen Wildblumenbeeten, beweidetem Grünland, alten Obstbaumbeständen sowie einem extensiv bewirtschafteten Schutzacker, werden immer mehr Besucher gezählt. Das Interesse an dem sechs Hektar großen, Gelände wächst stetig.

 

Während des vergangenen Sommers lud Richard Golle, der Geschäftsführer des Gartens, zu drei geführten Besichtigungsrundgängen und einigen Helferaktionen ein. Dabei konnte er nicht nur Begeisterung bei den Teilnehmern wecken, sondern auch fünf neue Paten und Patinnen gewinnen, die unter anderem die regelmäßige Pflege des Bauern- und Kräutergartens übernommen haben. Sie unterstützen außerdem die Arbeiten bei verschiedenen Projekten.

Auch 2017 werden erneut öffentliche Führungen angeboten, und zwar immer am Samstag um 14:30 Uhr: Am 27. Mai, 1. Juli und 19. August 2017.

 

Vom Unkraut zum geschützten Ackerwildkraut

Rote Mohnblumen, blaue Kornblumen, weiße Kamille und andere blühende Pflanzen waren bis in die 1960er Jahre in jedem Getreidefeld zu finden. Aufgrund des Einsatzes von so genannten Pflanzenschutzmitteln und durch zu intensive Düngung in der Landwirtschaft ist diese bunte Vielfalt jedoch bis heute fast verschwunden. Viele der 150 deutschen Ackerkräuter oder auch Heilkräuter sind in Deutschland in ihrem Bestand bedroht. Dabei sorgen Adonisröschen, Lämmersalat und Sandmohn für einen Lebensraum, in dem Bienen, Schmetterlinge sowie viele andere Insekten gedeihen, nicht nur Pflanzen bestäuben sondern auch den heimischen Vögeln Nahrung bieten.

 

Hilfreich in dieser Angelegenheit waren bislang blühende Ackerrandstreifen und brachliegende Flächen. Ebenso dient seit einiger Zeit ein Netz von Schutzäckern, auf denen Pflanzenbau ohne Herbizide praktiziert wird, der Wiederausbreitung der Arten. Zu den "100 Äckern für die Vielfalt" gehört auch der 1.300 Quadratmeter große Bauernacker des Vogelsberggartens, wo sich die Stadt Ulrichstein, der Naturpark Vulkanregion Vogelsberg und der Verein der Freunde und Förderer des Vogelsberggartens gemeinsam um den Erhalt von Roggen-Trespe, Ackerlöwenmaul & Co. bemühen.

 

Hort der Biodiversität mit Besonderheiten der heimischen Pflanzenwelt

Im Rahmen der Biodiversitätsstrategie des Landes Hessen soll im Vogelsberggarten die typische Flora der Vogelsberger Kulturlandschaft für die Nachwelt erhalten werden. Zu diesem Zweck wurde 2016 im späten Frühjahr auf dem Acker Flachs per Hand ausgesät, der als Habitat für langsam wachsende und selten gewordene Ackerkräuter gedacht ist.

 

Flachs war früher in der Landwirtschaft des Mittelgebirges eine Alternative zum Getreide. Er wurde nach der Ernte gesponnen, gewebt und zur Herstellung von Kleidung und Wäsche benötigt. Heutzutage gilt er als wertvolle ökologische Naturfaser.

 

Was im Sommer auf dem Schlossberg blau blühte, reifte mit gelben Samenkapseln heran. Im August wurden die trocken gewordenen Stängel bei an zwei nostalgisch ausgerichteten Erntetagen von Helfern und Helferinnen samt Wurzeln ausgerupft, damit die die Fasern erhalten bleiben. Anschließend wurde die Ernte gebündelt und in Garben zum Trocknen aufgestellt.

 

Einige der Bündel wurden aufbewahrt für die Vorführung "Vom Flachs zum Leinen" beim Adventsmarkt im Ulrichsteiner Museum im Vorwerk. Die Flachsstrohbündel "kämmte" man mit einer Riffel, um die Samenkapseln abzutrennen. Entweder können Körner als Saatgut verwendet werden oder auch zu hochwertigem Öl gepresst werden.

 

Vor Publikum wurden dann die Stängel mit historischem Werkzeug gebrochen, daraus die hölzernen Anteile entfernt und die Fasern herausgelöst, um diese danach zu Fäden zu spinnen.

 

Genreserve für Habichtskraut, Wiesenblumen und Magerrasenpflanzen

Besonders stolz sind die Stadt, der Naturpark, der Förderverein und der Geschäftsführer des Vogelsberggartens darauf, dass das ganze Gelände am Ulrichsteiner Schlossberg zum Refugium der Artenvielfalt ernannt wurde. In einem finanziell geförderten Projekt werden in den nächsten fünf Jahren nicht nur stark gefährdete Ackerkräuter kultiviert, sondern auch seltene Pflanzen vermehrt, wie beispielsweise Arnika, Knabenkraut, Löffelkraut, Prachtnelke, Teufelskralle, Trollblumen, Türkenbundlilien und Zittergras.

 

Von 2016 an wurden jeweils 8.000 Euro Fördermittel pro Jahr im Rahmen der hessischen Biodiversitätsstrategie des Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUKLV) bewilligt. Die Zuschüsse werden in Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises verwendet, um u. a. Hochbeete für geschützte Gräser, Kräuter und Blumen zu bauen. Hinzu kommt eine sechs mal acht Meter große Baumschule für seltene Baumarten. Die Pflanzenzöglinge von Wildbirne, Pflaume und Haferschlehe etc. werden erstmalig 2017 gesetzt. Auch ein Feuchtbiotop für Sumpfmauerpfeffer und weitere Pflanzen mit besonderen Ansprüchen soll noch angelegt werden.

 

Ernst Happel, der ehemalige Chef des Naturparks, der als "Vater" des Vogelsberggartens in Ulrichstein gilt, ist immer noch als Berater und Unterstützer mit im Boot. Unter anderem begeistert er sich persönlich dafür, besondere Pflanzen aus regionalen Samen heranzuziehen, die dann nach und nach einen passenden Platz auf dem Schlossberg-Gelände finden.

Foto zur Meldung: Hoher Vogelsberg: Mit Biodiversität gegen den Artenschwund
Foto: Geschäftsführer Richard Golle beim Rundgang mit Besuchern

Das Jahr 2016 im Vogelsberggarten

Heilkräuter, Bauerngarten, Waldweide und Bergwiese

 

Frühjahr

  • Den Start machten zu Beginn Saisonarbeiten im Gelände, wobei alte Weidezäune und Strauchwerk beseitigt werden mussten. Dabei unterstützten Flüchtlinge aus Ulrichstein Richard Golle.
  • Die Grundschulkinder der Schlossbergschule setzten im Rahmen ihres Umweltbildungsunterrichtes wie in jedem Jahr Kartoffelknollen und einen Streifen Kürbispflanzen. In diesen praktischen Unterrichtsstunden für die erste und zweite Grundschulklasse aus Ulrichstein gibt Richard Golle entsprechende Anleitungen. Auch beim Ernten im Herbst mit dem Bauern bekommen die Kinder Erläuterungen auf dem Feld.

 

Sommer

  • Nachdem der Bauerngarten im Frühjahr angelegt worden war, bedurfte er in den Monaten des Wachstums der weiteren Pflege. In den Themenbeeten mussten Pflanzen ausgedünnt und zurückgeschnitten werden. Im Bauerngarten wurde nachgepflanzt an den frei geernteten Stellen. Immer wieder wurden die Flanierwege auf dem Schlossberg freigeharkt. Und die Wiesen, die nicht beweidet wurden, wurden nach der Aussamung von Gräsern, Kräutern und Blumen gemäht.

 

Herbst

  • Da die Kartoffel, eins der Grundnahrungsmittel für Menschen und Futter für Tiere, nur noch selten im Vogelsberg angebaut wird, hat man gleich bei der Gründung des Vogelsberggartens einen Kartoffelacker als Anschauungsobjekt und zur Live-Demonstration angelegt. Der momentane Pate des Ackers, Landwirt Timo Stein, bearbeitet die Fläche extensiv und in der Regel mit seinen Pferden. Bei der Kartoffelernte im September helfen voller Elan immer die Schulkinder, deren Eltern und Freunde mit.
  • Alle Vorhaben sind 2016 wie geplant umgesetzt worden. Rechtzeitig zum Erntedankfest im Oktober war der Schutzunterstand für Besucher fertig gestellt.
  • Mitte Oktober wurde die Öffentlichkeit zum Erntedankfest auf den Schlossberg eingeladen. Mit einer Andacht, die Pfarrer Manfred Hofmann hielt, sowie einem Jahresrückblick über die Arbeiten im Vogelsberggarten begann der Nachmittag. Danach wurde ein Imbiss auf Spendenbasis angeboten und Sandra Bauer erzählte ein paar stimmungsvolle Herbstmärchen. Am Ende unternahm Richard Golle mit interessierten Besuchern noch einen Spaziergang über das Gartengelände.

 

MORE

  • Anschub für die Bekanntheit des Kleinodes leistete die regelmäßige Pressearbeit für den Garten. Bilder und Artikel wurden von den fast allen Medien gerne veröffentlicht. Neu hinzugekommen in diesem Bereich ist ein Newsletter für Gartenfans und Helfer, mit dem Nachrichten und Einladungen versendet werden.

 

Quelle: Brigitta Möllermann

Foto zur Meldung: Das Jahr 2016 im Vogelsberggarten
Foto: Das Jahr 2016 im Vogelsberggarten

Einladung in den Vogelsberggarten zum Flachsrupfen

(27. 08. 2016)

Im Zuge der Biodiversität wurde auf dem Bauernacker am Westhang des Vogelsberggartens zu Beginn der Saison Leinsamen (Flachs) per Hand ausgesät. Nun lädt man am Samstag, den 27. August 2016, ganz viele nette Helfer ein, den inzwischen reif gewordenen Flachs zu rupfen. Das heißt, wie früher sollen die 30 bis 50 Zentimeter langen Pflanzen samt Wurzel vom Acker geholt und zum Trocknen in Garben aufgestellt werden.

Das Ziel der gemeinsamen Aktion ist es, die Vielfalt der Pflanzen in der Region zu fördern und vom Aussterben bedrohte Ackerflora für die Zukunft durch extensive Bewirtschaftung zu erhalten. Der Bauernacker auf dem Ulrichsteiner Schlossberg wurde Anfang diesen Jahres bereits von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ausgezeichnet. Zudem wurde ihm in dem Buch "100 Äcker für die Vielfalt" eine ganze Seite gewidmet. Bei diesem in der Öffentlichkeit viel beachteten Projekt der Universität Göttingen versucht man, durch Errichtung eines bundesweiten Schutzgebietsnetzes selten gewordene Ackerwildkräuter auf lange Sicht unter Schutz zu stellen.

 

Treffpunkt für den nostalgischen Erntetag in Ulrichstein ist um 10 Uhr an der Ernst-Happel-Hütte neben dem Bauerngarten. Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer des Vogelsberggartens, Richard Golle, gibt es als erstes interessante Informationen über die Ackerwildkräuter sowie die Traditionspflanze Flachs: Was geschieht zum Beispiel mit den Leinsamenfrüchten oder den Leinenfasern und wie werden sie weiter genutzt und verarbeitet.

Um die Mittagszeit stärken sich alle "Landarbeiter" mit einem süßen Feldessen bei Kaffee und hausgebackenem Blechkuchen. Anschließend wird fröhlich weiter gearbeitet bis gegen 16 Uhr. Ein Rundgang durch den Garten soll den Tag dann beschließen.

Hinweis: Denken Sie an praktische Bekleidung, Arbeitschutz für die Hände und zur Feldarbeit geeignete Schuhe.

Die Teilnahme an dem Aktionstag ist kostenfrei. Ein Anmeldung ist aus organisatorischen Gründen erwünscht, aber nicht zwingend notwendig. Weitere Informationen bekommt man per Telefon bei Richard Golle: (0170) 7245241 und im Internet: www.vogelsberggarten.de.

 

Foto zur Meldung: Einladung in den Vogelsberggarten zum Flachsrupfen
Foto: Wie einst: Traditionell bewirtschafteter Bauernacker im Vogelsberggarten - 1300 Quadratmeter für die Vielfalt (c) Brigitta Möllermann

Der Sommer ist bunt im Vogelsberggarten

Erholsame Beschäftigung in der Natur mit besonderem Weitblick

Auch während der warmen Monate ruht die Arbeit im Vogelsberggarten nicht, viele Tätigkeiten werden über den Sommer fortgeführt. Eine Besonderheit soll für die Öffentlichkeit die historische Flachsernte Mitte bzw. Ende August sein. An einem Tag, der noch bekannt gegeben wird, sind ganz viele helfende Hände eingeladen, den reifen Flachs zu rupfen. Wie früher werden die 30 bis 50 Zentimeter langen Pflanzen samt Wurzel vom Acker geholt und zum Trocknen in Garben aufgestellt.

 

Was anschließend mit den Früchten, dem Leinsamen, sowie den gewonnenen Leinenfasern geschieht, wie sie weiter genutzt und verarbeitet werden, wird bei einer gemütlichen Kaffeerunde mit hausgemachtem Blechkuchen erklärt. Ein Rundgang durch den Garten soll den nostalgischen Erntetag beschließen. Eine Teilnahmegebühr wird nicht erhoben.

 

Für Naturliebhaber, die sich dauerhaft beteiligen möchten

Geschäftsführer Richard Golle und der Förderverein in Ulrichstein hoffen weiterhin auf nette Menschen, die sich als Paten des Vogelsberggartens in frischer Luft betätigen wollen. Nebenbei können sie auf dem herrlichen Gelände des Ulrichsteiner Schlossbergs auch eine Menge über die angestrebte Biodiversität plus die Besonderheiten der heimischen Pflanzenwelt lernen. So werden sie nach und nach auf diese Weise im Rahmen ihrer angeleiteten Mitarbeit zum exzellenten Kenner der Natur.

 

Am Ende der Saison wird zudem eine Erntebeteiligung ihr Lohn sein. Neben Rosen, Bauerngartenblumen und Gemüse sind das Beeren und Kräuter sowie im Herbst verschiedene Sorten Äpfel und Birnen. Da der Vogelsberggarten eine Einrichtung für die ganze Region ist, können ehrenamtliche Helfer natürlich auch von außerhalb Ulrichsteins kommen, wird versichert.

Mitmachangebot für Teams und Gruppen

  • Jäten: Der Flachsacker am Westhang, der zur Schaffung eines Lebensraumes für langsam wachsende, selten gewordene Ackerkräuter angelegt wurde, wird im Sommer bereinigt  - eine meditative Beschäftigung für gestresste Menschen. Schulprojekt: In den praktischen Unterrichtsstunden der ersten und zweiten Grundschulklasse aus Ulrichstein gibt Richard Golle Anleitungen zum Setzen von Kürbispflanzen und Kartoffelknollen. Auch beim Ernten mit dem Bauern gibt es von ihm passende Erläuterungen auf dem Feld. Zuhören und zuschauen ist erlaubt.
  • Ernten und nachpflanzen: Nachdem der Bauerngarten im Frühjahr angelegt worden ist, bedarf er nun in den Monaten des Wachstums der weiteren Pflege. Wer mithilft, darf sicher eine Handvoll ungespritztes Gemüse, Obst oder einen Strauß hübscher Blumen mit nach Hause nehmen.
  • Wildwuchs beseitigen: In den Themenbeeten muss einiges ausgedünnt und zurückgeschnitten werden. Die wohltuende Stille auf dem Schlossberg entschleunigt auch nur für ein Stündchen am Abend!
  • Gestaltung: Immer wieder werden die Flanierwege auf dem Gelände am Schlossberg freigeharkt. Einmal am Tag kann man dabei prima ins Schwitzen kommen. Das ist gesund und stabilisiert den Kreislauf.
  • Nachhaltig: Die Wiesen, die nicht beweidet werden, mäht Richard Golle unter zeitlicher Berücksichtigung der Aussamung von Gräsern, Kräutern und Blumen. Man kann sich helfend beteiligen, indem man das Schnittgut in Reihen zusammenrecht.
  • Handarbeit: Auf der Goldhaferwiese wird im Juli das Heu auf Reuter (Holzgestelle) zum Trockenen gelegt - genau wie früher, als in der Landwirtschaft noch alles mit Muskelkraft erledigt wurde. Wer Spaß an einem echten Workout hat, ist an so einem Tag richtig dabei.
  • Mehrere Gemeinschaftsaufgaben stehen noch an

    Bei der Aktion "Wilde Birne und Pflaume: Haferschlehe & Co." hat Richard Golle sich eine Baumschule für selten gewordene Baumarten vorgestellt. Sechs mal acht Meter groß soll sie werden und nach ihrer Fertigstellung spezielle Pflanzenzöglinge aufnehmen.

     

    Ein kleiner Kraftakt ist es ebenfalls, im Vogelsberggarten noch einige Hochbeete zu bauen, in denen geschützte Gräser, Kräuter und Blumen kultiviert werden sollen - zum Beispiel Arnika, Trollblumen, Türkenbundlilien. Die Ärmel hochkrempeln und sich mit einbringen könnte man(n) sich zudem beim Errichten eines Schutzunterstandes für Besucher.

     

    Geplant ist weiterhin die Gestaltung eines sonnenbeschienenen Feuchtbiotops für Pflanzen mit besonderen Ansprüchen. Dabei handelt es sich u. a. um die Sumpf-Fetthenne (Sedum villosum). Diese Pflanze ist extrem selten und eine der Arten, die durch die Maßnahmen der Biodiversitätsstrategie  gezielt gefördert werden sollen. Es bedarf besonderen Einsatzes des Vogelsberggartens, die Sumpf-Fetthenne anzubauen und so weit zu vermehren, dass ein kleines Biotop für diese Rarität entsteht.

     

    Alle Maßnahmen müssen von den Helfern nicht geplant werden. Im Gegenteil, sie werden unter fachlicher Anleitung in der Gruppe durchgeführt und eignen sich zum Beispiel hervorragend für Team-Bildungsprozesse in Unternehmen. Da ist kein "trockenes" Seminar mit einem teuer bezahlten Referenten nötig. Es ist die Kraft und Freude an der Bewegung im Freien, die an diesen Aktionstagen die Kollegen zusammenschweißt.

 

Angebot für Hobbygärtner

Ab sofort ist es möglich, auf Anfrage überzählige Pflanzen, die keinen Platz mehr in den Beeten finden, für seinen eigenen Garten zu bekommen. Gut vermehrt haben sich in diesem Jahr z. B. Baldrian, Pfefferminze. Damit die Anzucht gelingt, werden selbstverständlich Gebrauchsanweisungen für Standort, Pflege, Ernte und die Verwendung mitgeliefert.

Weitere Informationen - Kontakt: Richard Golle, Lautertal-Hörgenau, Telefon mobil: (0170) 7245241.

 

Gut zu wissen: Heureuter sind Holzgestelle, auf denen vor dem Aufkommen von maschinenunterstützter Landwirtschaft frisch geschnittenes, abgetrocknetes Gras zum vollständigen Trocknen aufgehängt wurde. Sie kamen vor allem bei lang anhaltender feuchter Witterung zum Einsatz, bei der eine Heutrocknung am Boden nicht oder nur schwer möglich war. Die Gestelle werden auf den Feldern aufgestellt. Auf ihnen wird das feuchte Gras so gestapelt, dass sich die Schichten ähnlich wie Dachziegel überlappen. Heute sind sie nur noch selten auf den Feldern zu sehen. (Quelle: Wikipedia)

 

FOTOs (c) Brigitta Möllermann

 

 

 

Foto zur Meldung: Der Sommer ist bunt im Vogelsberggarten
Foto: Acker mit Kürbisprojekt

Naturkleinod in Ulrichstein: Der Frühling zieht ein im Vogelsberggarten

(01. 05. 2016)

Anfang Mai 2016 hatten sich zwei afghanische und drei syrische Flüchtlinge aus dem Ulrichsteiner Wohnheim zum ersten Mal für Arbeiten im Vogelsberggarten zur Verfügung gestellt, um das Gelände auf dem Burgberg mit in Ordnung zu halten. Richard Golle, seit Januar 2015 tätiger Geschäftsführer des Vogelsberggartens, hatte zuvor beim Amt für Soziale Sicherung zu diesem Zweck angefragt. Und fünf der seit Monaten hier lebenden ausländischen Männer waren gerne bereit, mit zu helfen.

 

Da es immer noch zu wenige Paten für den 6,4 Hektar großen Garten gibt, ist wie jedes Frühjahr eine Menge zu erledigen. Am ersten Tag wurden 30 Meter eines defekten Zauns abgenommen und der Bauerngarten umgegraben. Dort sollen in den Beeten bis in den Herbst Gartenfrüchte, Gemüse und Salat wachsen. Neben dem Burgtor unterhalb der Ulrichsteiner Burgruine breitete man neuen Mutterboden aus und säte Grassamen von der Heudrusch einer Magerrasenfläche des Naturschutzgroßprojektes.

Sehr angetan von der Motivation und Aufmerksamkeit seiner Unterstützer bemerkte Golle gleich beim ersten Mal, dass man gemeinsam "schnell und harmonisch" gearbeitet hatte. Die Zusammenarbeit klappt auch weiterhin gut, bislang waren die freiwilligen Helfer vier Mal vor Ort.

 

Immer wieder ist auch gerne Ernst Happel, der Initiator des Gartengeländes und ehemalige Geschäftsführer des Naturparks Hoher Vogelsberg, zum Helfen und Beraten mit dabei. An einem der nächsten Tage setzte er im Bauerngarten Zwiebeln und Salat in die Beete.

 

Die Helfer pflegten anschließend die Wege dort und befreiten den Pfad am Glatthaferbeet von Unkraut. Auch Dalienknollen kamen in die Erde. Als Ernte standen nun bereits Rhabarber und Schnittlauch zur Verfügung.

 

Auf einer Hälfte des Bauernackers am Westhang des Gartens wurde Leinsamen (Flachs) traditionell von Hand ausgesät. Anschließend "striegelte" Landwirt Timo Stein mit seinem Pferd den Boden.

 

Danach konnten die ausländischen Helfer die Steine ablesen, um sie gleich neben dem Feld aufzuhäufen. Am nächsten Tag setzten die Kinder der ersten Klasse aus der Ulrichsteiner Grundschule mit großer Freude und Begeisterung auf der zweiten Ackerhälfte wieder Kartoffeln.

Ernst Happel brachte kurz danach einjährige typische, aber inzwischen selten gewordene Wildkräutersamen in den Feldränder aus: Die lilafarbene Kornrade, ein Nelkengewächs, den weißen Senf, eine Gewürzpflanze, die im Sommer gelbe Blüten bekommt, sowie blaue Kornblumen und den roten Klatschmohn. Dazu kam das gefährdete Feld- bzw. Ackerlöwenmaul, eine Futterpflanze für Schmetterling und Bienen mit kleinen gelb-rosa Blüten.

 

Interessenten werden als Paten weiterhin dringend gesucht, die im Vogelsberggarten mithelfen möchten. Sie werden eingewiesen und können dabei viel über die heimische Pflanzenwelt lernen. Am Ende der Saison wird die Ernte ihr Lohn sein: Neben Rosen, Bauerngartenblumen und Gemüse sind das Beeren und Kräuter sowie im Herbst verschiedene Sorten Äpfel und Birnen. Da der Vogelsberggarten eine Einrichtung für die ganze Region ist, können ehrenamtliche Helfer natürlich auch von Außerhalb kommen, wird versichert.

Foto zur Meldung: Naturkleinod in Ulrichstein: Der Frühling zieht ein im Vogelsberggarten
Foto: Fünf Helfer mit Richard Golle (3.v.r.),dem Geschäftsführer des Vogelsberggartens (c) Brigitta Möllermann

Saisoneröffnung im Vogelsberggarten mit Rundgang durch die Anlage am Sa. 18.04.15

(18. 04. 2015)

Am Samstag, den 18. April 2015 um 13 Uhr findet im Vogelsberggarten an der Ernst-Happel-Hütte am Bauerngarten die Saison-Eröffnung 2015 statt.

 

Anlässlich der Amtseinführung des neuen Geschäftsführers Richard Golle als Nachfolger von Susanne Jost, laden Bürgermeister Edwin Schneider und der Geschäftsführer des Naturpark Hoher Vogelsberg, Heinz-Jürgen Schmoll alle ehrenamtlichen Helfer, Mitarbeiter und Interessierten zu einer Begehung ein.

 

Bei einem kleinen Empfang an der Ernst-Happel-Hütte wird sich zunächst Richard Golle als neuer Geschäftsführer vorstellen. Anschließend folgt ein Rundgang durch die rund sechs Hektar große Anlage rund um den Ulrichsteiner Hausberg. Richard Golle informiert dabei was bisher geschah und was in Planung ist.

 

Im Anschluss sollen auch Patenschaften vergeben werden, Vorschläge zu Verbesserungen angehört und Events, wie Erntedankfest, Helferehrungen und anderes besprochen werden.

 

Vor gut 10 Jahren verwirklichte Ernst Happel, der ehemalige Geschäftsführer des Naturparks Hoher Vogelsberg, an dieser Stelle seine Idee, die Pflanzenwelt des Vogelsberges mit zahlreichen botanischen Raritäten der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Besucherzahlen der letzten Jahre zeigen, dass ihm das sehr gut gelungen ist.

 

Für die Planung wird, falls möglich, um eine Rückmeldung gebeten unter Naturpark Tel. 06044/2631 (8:00 bis 12:00), Email: oder bei Richard Golle Tel. (0170) 7245241.

 

Text und Bild: Dieter Graulich

Foto zur Meldung: Saisoneröffnung im Vogelsberggarten mit Rundgang durch die Anlage am Sa. 18.04.15
Foto: Saisoneröffnung im Vogelsberggarten mit Rundgang durch die Anlage am Sa. 18.04.15

Einsatz eines Arbeitspferdes im Vogelsberggarten

(15. 03. 2015)

Im Zusammenhang mit den Abfuhr- und Häckselarbeiten des "Heckenprojektes" des "Heckenmanagementprojektes" der Bioenergieregion Mittelhessen wurde in Ulrichstein die Möglichkeit ergriffen, eine weitere interessante Variante zum Thema "bodenschonende Abfuhr unter schwierigen Verhältnissen" zu testen:

In Absprache mit dem Geschäftsführer des Vogelsberggartens, Herrn Golle, wurde am Sonntag, den 15. März 2015 von Herr Michael Schäfer aus Ulrichstein-Unter-Seibertenrod mit seiner Kaltblüterstute am Vogelsberggarten auf dem für Maschinen nur eingeschränkt zugänglichen Gelände die geschnittenen Eschenstämme gerückt.

 

Im Verlauf des März soll weiter gearbeitet werden und hierbei werden sicher weitere Erfahrungen gesammelt.

 

Der Einsatz von Arbeitspferden ist eine interessante ergänzende Möglichkeit einer schonenden Materialabfuhr bei der Heckenpflege in schwierigen Lagen.

 

Der Einsatz von Arbeitspferden auf schwer zugänglichen bzw. aus Naturschutzsicht empfindlichen Flächen wird andernorts bereits praktiziert, z.B. hat das Bundesamt für Naturschutz hierzu eine Studie
veröffentlicht (abrufbar unter: www.bfn.de/fileadmin/MDB/documents/service/Skript256.pdf)

 

Der Testlauf fand ergänzend zur Heckenschnittaktion i.R. des "Heckenmanagementprojektes" der Bioenergieregion Mittelhessen in Ulrichstein statt. In den beiden Pilotregionen Lautertal und Ulrichstein wurden im Winter 2014/2015 zusammen etwa 3 km Freilandhecken nach naturschutzfachlichen Kriterien ausgewählt und in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde sowie dem Naturschutzgroßprojekt Vogelsberg abschnittsweise zum "Auf-den-Stock-setzen" ausgewiesen.

 

Einzelbäume und besonders wertvolle Strukturen bleiben dabei bestehen. Bereits in diesem Frühjahr treiben die Hecken wieder aus und verjüngen sich dadurch. Über ein Ausschreibungsverfahren sind zwei regionale Unternehmen mit dem Schnitt beauftragt worden, die anfallenden Hackschnitzel sollen zur regionalen Wärmegewinnung genutzt werden.

 

Am 2.11.14 hat dazu im Innovationszentrum Ulrichstein eine Informationsveranstaltung stattgefunden mit anschließendem Probeschnitt. Im Winter 2013/2014 in ähnlicher Form in Lautertal.

In Ulrichstein wurde v.a. am Friedhofsweg und am Vogelsberggarten geschnitten. Jetzt im März wird sobald der Boden etwas abgetrocknet ist die Abfuhr der weithin sichtbaren Schnittgut-Haufen und das Häckseln erfolgen.

 

Infos für den Text: Eva Milz, Bioenergieregion Mittelhessen


Bilder: Freya Dost

Foto zur Meldung: Einsatz eines Arbeitspferdes im Vogelsberggarten
Foto: Einsatz eines Arbeitspferdes im Vogelsberggarten

Jahreshauptversammlung 2015

Geschäftsführerin Susanne Jost verabschiedet Vogelsberggarten ein unschätzbares Kleinod

 

„Leider ist dies mein letzter Bericht als Geschäftsführer des Vereins der Freunde und Förderer des Vogelsberggartens, da ich zum 1. Juli 2014 aufgrund von Stundenerhöhung in der Kreisverwaltung schweren Herzens kündigen musste, denn meine Zeit reichte mir nicht mehr aus“, so Susanne Jost am Dienstagabend bei der Jahreshauptversammlung im Landgasthof Groh. Erfreut zeigte sie sich, dass mit Richard Golle (Hörgenau) ein Nachfolger gefunden wurde, dem sie alles Gute für diese wunderbar vielseitige und wichtige Arbeit wünschte.


Zu dem Berichtsjahr 2014 führte sie aus, dass eine neue Homepage für den Vogelsberggarten erstellt wurde, die an die Seite der Stadt Ulrichstein gekoppelt ist. Gleichzeitig wurde von Carmen Schneider ein sehr ansprechender neuer Flyer vorbereitet und in einer Auflage von 5000 Stück gedruckt.
Im März begannen die Pflegearbeiten im Kräutergarten außerdem wurden Bänke und Tische vor der Ernst-Happel-Hütte aufgestellt, sodass die Soroptimistinnen zur Spendenübergabe die Frühlingssonne genießen konnten. Anfang März startete Andrea Wasolua als Gemüsegärtnerin im Bauerngarten, sie baute eine Vielzahl an Gemüse an und erklärte Besuchern gerne die Besonderheiten.

 

Ende März seien Speierling und Belze von der Rinderweide in den Bauerngarten umgezogen, damit sie vor den Tieren geschützt waren.


Ilse Strecker pflegte nicht nur ihre beiden Beete, sondern kümmerte sich auch um die Wege der anderen Beete. Mitte April konnte der Förderverein eine große Spende des InnerWheel Clubs für den Vogelsberggarten empfangen.

 

Im Mai wurden fünf Gruppen durch die Anlage geführt und diverse Arbeitseinsätze gefahren.


Am 11. Juni fegte am Vormittag ein kurzer aber sehr heftiger Sommersturm mit Hagel über Hessen hinweg und auch der Vogelsberggarten wurde in Mitleidenschaft gezogen. „Die Kartoffeln von Timo Stein auf dem Acker sahen völlig zerrupft aus, erholten sich aber schnell wieder“, so Susanne Jost. Vor allem der Kies des Waldweges wurde weggeschwemmt und die Pflanzen im Bauerngarten beschädigt. Bei einer Esche am Kriegsgräberfriedhof brach ein großer Ast ab und überall waren Aufräumarbeiten notwendig.


Frau Wasolua, Frau Strecker und Ernst Happel sowie die Naturparkmitarbeiter und städtischen Arbeiter hätten dann den Sommer über den Vogelsberggarten in Schuss gehalten. Im Oktober halfen auch Studenten mit die Anlage zu pflegen.

 

„Es waren fünf wundervolle Jahre in denen ich sehr viel über die heimische Pflanzenwelt, Geologie, Mitarbeiterführung, Besucherlenkung, Öffentlichkeitsarbeit, sowie Land und Leute lernen konnte. Ein herzliches Dankeschön an Ernst Happel für die angenehmen Lehrstunden, an die Naturparkmitarbeiter und alle fleißigen Mitstreiter für die gute Unterstützung. Der Vogelsberggarten ist ein unschätzbares und unvergleichliches Kleinod, welches den Besuchern hoffentlich noch lange ein Leuchten in die Augen zaubert“, so Susanne Jost abschließend.
Vorsitzender Bürgermeister Edwin dankte der scheidenden Geschäftsführerin für ihre Arbeit und überreichte ein Präsent.

Über eine Vielzahl von Arbeiten bereits aus diesem Jahr informierte Nachfolger Richard Golle. So seien im Rahmen des gemeinsamen Heckenprojektes der Kommunen Ulrichstein und Lautertal zahlreiche Hecken auf den Stock gesetzt worden und der Weg vom Museum im Vorwerk zum Vogelsberggarten sei wieder begehbar. Gesucht werden noch weitere ehrenamtlich Helfer und Paten, wie zum Beispiel für den wunderschönen Bauerngarten am Südhang des Schlossberges. Gesäumt von Wildrosen enthält der Bauerngarten nicht nur zwei Gemüsebeete, sondern auch Beerensträucher, Staudenbeete mit typischen Bauerngartenblumen und ein großes Kräuterbeet. Aber nicht nur für den Bauerngarten werde ein Pate benötigt, auch für andere Blumen- und Kräuterbeete werden noch freiwillige Helfer gesucht. Das angebaute Obst und Gemüse stehe natürlich zur eigenen Verfügung.


Einstimmig wurde eine kleine Satzungsänderung bezüglich der Gemeinnützigkeit genehmigt und Otto Kirchner und Susanne Jost zu Kassenprüfern gewählt.

 

Pressebericht und Bild: Dieter Graulich

Foto zur Meldung: Jahreshauptversammlung 2015
Foto: Geschäftsführerin Susanne Jost verabschiedet

Vogelsberggarten bekommt neuen Geschäftsführer

(01. 03. 2012)


Der Vogelsberggarten in Hessens Bergstädtchen bekommt einen neuen Geschäftsführer. Nach dem Weggang von Susanne Jost aus beruflichen Gründen, war diese Stelle seit Mitte des Jahres vakant geworden. Bürgermeister Edwin Schneider dankte im Rahmen einer Sitzung des Förderverein Vogelsberggarten der ausgeschiedenen Geschäftsführerin für ihre über vierjährige Arbeit in dem Kleinod rund um den Schlossberg und meinte: „Der Vogelsberggarten hat eine zentrale Figur verloren“. Dank sagte er auch dem „Vater“ der Gartenanlage, dem ehemaligen Geschäftsführer des Naturpark „Hoher Vogelsberg“ Ernst Happel, der jetzt immer wieder eingesprungen sei, da der Naturpark wegen personeller Engpässe nicht alle anstehenden Arbeiten auffangen konnte.

 

Im Laufe der kürzlich stattgefundenen Verbandsversammlung des Naturparks habe Richard Golle (Hörgenau) Interesse an dieser Stelle bekundet und sich danach dafür beworben. Er stellte sich jetzt bei der Sitzung des Vorstandes im Innovationszentrum Ulrichstein vor. Golle betreibt eine kleine Landwirtschaft mit Schwerpunkt Landschaftspflege und Ökonomie. Zudem hat er eine zwei Hektar große Naturerlebnisfläche.

 

Der Vorstand empfahl nach einer Aussprache mit dem Bewerber, dem Naturpark „Hoher Vogelsberg“ Richard Golle einzustellen. Der Hörgenauer bat um Hilfe bei der Einarbeitung, die ihm sowohl von Ernst Happel, wie auch von seiner Vorgängerin Susanne Jost zugesichert wurde. Als Arbeitsschwerpunkte habe er zwei Samstag und zwei weitere Wochentage im Monat vorgesehen.

 

Gesucht werden in diesem Zusammenhang noch weitere ehrenamtlich Helfer und Paten, wie zum Beispiel für den wunderschönen Bauerngarten am Südhang des Schlossberges. Der eingezäunte Garten mit Brunnen ist der Publikumsliebling des Vogelsberggartens und befindet sich inmitten der sechs Hektar großen Anlage rund um den Ulrichsteiner Hausberg.

Gesäumt von Wildrosen enthält der Bauerngarten nicht nur ein großes Gemüsebeet, sondern auch Beerensträucher, Staudenbeete mit typischen Bauerngartenblumen und ein großes Kräuterbeet. Aber nicht nur für den Bauerngarten wird ein Pate benötigt, auch für andere Blumen- und Kräuterbeete werden noch freiwillige Helfer gesucht.

 

Das angebaute Obst und Gemüse steht natürlich zur eigenen Verfügung. Vorsitzender Edwin Schneider wies darauf hin, dass diese nicht nur aus Ulrichstein, sondern auch aus den benachbarten Orten beziehungsweise aus dem gesamten Vogelsberg kommen könnten, da der Vogelsberggarten eine Einrichtung für die gesamte Region sei.

 

Vor über 10 Jahren verwirklichte Ernst Happel, der ehemalige Geschäftsführer des Naturparks Hoher Vogelsberg, an dieser Stelle seine Idee, die Flora des Vogelsberges zu erhalten und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

 

Bei der Sitzung im Innovationszentrum wurde auch Heinz-Jürgen Schmoll vorgestellt, der für elf Monate die Arbeit des bisherigen Geschäftsführers, Rolf Frischmuth im Naturpark „Hoher Vogelsberg“ übernimmt.

 

Schmoll war nach seiner Ausbildung zum Diplom Forstingenieur 12 Jahre in der Verwaltung des Zweckverbandes Naturpark Habichtswald als stellvertretender Geschäftsführer, 14 Jahre als Revierleiter im Forstamt Wolfhagen für den Stadtwald Zierenberg und über zwei Jahre als Stellvertretender Forstamtleiter im Forstamt Vöhl / Edersee zuständig. Bis April 2008 war er als Geschäftsführer des Zweckverbandes Naturpark Kellerwald-Edersee im Nationalparkamt in Bad Wildungen tätig und seit Mai 2008 noch für Waldpädagogik bei Hessen-Forst - Forstamt Wolfhagen zuständig.

 

Fördervereinsvorsitzender Edwin Schneider hieß Schmoll in seinem neuen Wirkungsgebiet willkommen und wünschte sich eine ebenso gute Zusammenarbeit mit ihm, wie mit seinem Vorgänger, dem er Dank und Anerkennung für die Arbeit aussprach.

 

Text und Bild: Dieter Graulich

Foto zur Meldung: Vogelsberggarten bekommt neuen Geschäftsführer
Foto: Die alten und neuen Amtsinhaber Rolf Frischmuth, Heinz-Jürgen Schmoll, Vorsitzender Edwin Schneider, Richard Golle und Susanne Jost (von links)

Vogelsberggarten mit neuem Flyer und Webseite

Text und Bilder: Dieter Graulich

"Herzlich Willkommen im Vogelsberggarten rund um die Burgruine in Ulrichstein". So steht es auf der Vorderseite des neuen Flyers in dem für eine der Hauptattraktionen in Hessens Bergstädtchen geworben wird. Bürgermeister Edwin Schneider, Susanne Jost vom Vogelsberggarten und Tourismussachbearbeiter Andreas Rüb stellten den neuen Flyer jetzt im Rathaus und bei einem anschließenden Rundgang im Objekt selbst, vor.


Neben dem Logo des Naturparks Hoher Vogelsberg, einem Buchenblatt mit dem Taufsteinturm, hat auch das neue Logo der Stadt „Ulrichstein, Stadt mit Weitblick“ auf der Vorderseite seinen Platz gefunden. Edwin Schneider zeigte sich erfreut, dass der Flyer so gut gelungen sei. Dank sagte er Susanne Jost für die Texte und Bilder sowie seiner Tochter Carmen, die kostenlos das neue Logo der Stadt und den Flyer entworfen habe. Durch dieses ehrenamtliche Engagement seien die Kosten erheblich gesenkt worden und der Förderverein für den Vogelsbergarten habe nur die Druckkosten übernehmen müssen.


Eine Neuauflage des Flyers war erforderlich geworden, weil die 5.000 alten Exemplare waren aufgebracht. Die gleiche Auflagenstückzahl wurde wieder gedruckt.

 

Der neue Flyer ist auch über die Internetseite der Stadt (siehe Startseite) im PDF-Format herunterladbar. Bürgermeister Schneider erläuterte bei dem Treffen im Rathaus die Vorzüge der im Herbst des Vorjahres neu erstellten Website der Stadt.
Mit wenigen Klicks kämen Bürger, Unternehmer, Touristen und die städtischen Gremien nun an ihr virtuelles Ziel. Auf der Startseite empfingen die Rubriken „Ulrichstein“, „Bürgerservice“, „Tourismus und Kultur“, „Wirtschaft“ und „Sport und Vereine“ die Besucher. Es würden umfangreiche Daten und Fakten, Öffnungszeiten, Termine  und direkte Ansprechpartner zur Verfügung gestellt.


Für Urlauber sei in Zusammenarbeit mit der Region Vogelsberg Touristik interaktive Elemente wie eine Karte mit den Wander- und Radwegen und eine Datenbank mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten integriert worden. Für alle Nutzer stünde auch ein Newsletter zur Verfügung. Durch das Abonnieren des Newsletters erhielten die Bürger und Touristen alle wichtigen Informationen der Stadt frei Haus und immer aktuell.

 

Neben der eigentlichen Hauptseite der Stadt Ulrichstein seien auch weitere Seiten integriert, die über die Ulrichsteiner  Verwaltung beziehungsweise Vereine administriert würden. Dies seien im Einzelnen die Seiten des „Seminarhaus Windkraft“, des „Museum im Vogelsberg“ und des „Vogelsberggarten“.


„Die neuen Seiten komplettieren nicht nur unsere Kommunikation mit den verschiedenen Zielgruppen, sie schafft auch den Spagat zwischen den Ansprüchen, die Bürger, Mandatsträger und Gäste an einen modernen und aktuellen Internetauftritt haben“, so das Fazit von Bürgermeister Edwin Schneider. „Das gilt nicht nur für die Inhalte, sondern auch für die technische Seite. Weil neben PCs und Notebooks auch Tablets und Smartphones immer beliebter werden, habe sich die Stadt für eine barrierefreie und responsive Webseite entschieden: Unabhängig vom Endgerät passten sich die Inhalte dem Bildschirm an.


„Alle Vereine, Bürger und Interessierte sind herzlich eingeladen, die Seite unter www.ulrichstein.de zu besuchen“, so das Stadtoberhaupt abschließend.

Foto zur Meldung: Vogelsberggarten mit neuem Flyer und Webseite
Foto: Vorstellung der neuen Website auf dem PC im Rathaus. Bürgermeister Edwin Schneider, Susanne Jost und Andreas Rüb (von rechts)

Freude über die Spende des SI Clubs Lauterbach-Vogelsberg aus Erlös des Adventskalenderverkaufs

Groß war vor kurzem die Freude bei dem Vorsitzenden des Vereins der Freunde und Förderer des Ulrichsteiner Vogelsberggartens e.V., Edwin Schneider, als ein Spendenscheck des SI (Soroptimist International) Clubs Lauterbach-Vogelsberg über 3025,56 Euro übergeben wurde.

Aus diesem Grunde waren auch Schneiders Stellvertreter Otto-Karl Appel und Geschäftsführerin Susanne Jost gekommen. Aber auch Geschäftsführer Rolf Frischmuth vom Naturpark Hoher Vogelsberg sowie seine Stellvertreterin Claudia Blum und der Mitbegründer des Vogelsberggartens Rudolf Scharmann (seinerzeit Erster Stadtrat) freuten sich über die Zuwendung für den Vogelsberggarten. Hauptakteurin war die Präsidentin des SI Club Lauterbach-Vogelsberg, Gudrun Bornkessel, die den Scheck übergab.

 

Soroptimist International ist die weltweit größte Service-Organisation berufstätiger Frauen, die Fragen der Zeit politisch und religiös unabhängig aufgreifen. SI verwirkliche seine Ziele durch „Bewusstmachen, Bekennen, Bewegen“. Sie engagierten sich durch das weltweite Netzwerk aller Mitglieder und in internationalen Partnerschaften für Menschenrechte für alle, weltweiten Frieden und internationale Verständigung, Förderung des Potentials von Frauen und Kindern, ehrenamtliche Arbeit, Vielfalt und Freundschaft im lokalen, nationalen und internationalen Umfeld auf allen Ebenen der Gesellschaft.

Der Soroptimist International Club Lauterbach-Vogelsberg wurde 2010 gegründet und hat derzeit 30 Mitglieder. Präsidentin Gudrun Bornkessel erläuterte, dass der Verein bereits im dritten Jahr einen Adventskalender herausgegeben hat. Der Erlös aus dem Verkauf des Kalenders von 2013 wurde zur Hälfte an den Kinderhort Lauterbach vergeben. So habe man, den Zielen des SI entsprechend, ein soziales Projekt gefördert, und nun solle mit der Spende an den Vogelsberggarten der Umweltbereich und der kulturhistorische Bereich abgedeckt werden.

 

Der Vogelsberggarten sei einzigartig. Denn auf einem nur kleinen Gebiet könne man die ganze Vielfalt der Flora des Vogelsberges kennenlernen, sehen und bestaunen. Das Geld, so wie Geschäftsführerin Susanne Jost, solle für Erhaltungsmaßnahmen veranschlagt werden. Es müssten dringend Zäune erneuert, aber auch die Flyer finanziert werden. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage von www.vogelsberggarten.de, allerdings könne man auch über die Homepage der Stadt Ulrichstein den Vogelsberggarten erreichen.

 

Dieser sei ein regionales Projekt, das nicht nur von Touristen bestaunt werde, sondern auch die Heranwachsenden hätten daran großen Anteil. So werde der Vogelsberggarten vom Kindergarten besucht und von der Grundschule Ulrichstein mit in den Unterricht aufgenommen. Termine über Führungen und Sonderführungen könne man ebenfalls der Hompage entnehmen.

Foto zur Meldung: Freude über die Spende des SI Clubs Lauterbach-Vogelsberg aus Erlös des Adventskalenderverkaufs
Foto: Bei der Spendenübergabe (von links): Claudia Blum, Bürgermeister Edwin Schneider, Gudrun Bornkessel vom SI Club Lauterbach-Vogelsberg, Rolf Frischmuth, Otto-Karl Appel, Susanne Jost und Rudolf Scharmann [Foto: Schütt-Frank]

Inner-Wheel-Club Bad Orb-Büdingen-Nidda unterstützt Vogelsberggarten

Ein kalter Wind blies der Abordnung des Inner-Wheel-Clubs (IWC) Bad Orb-Büdingen-Nidda und Vertretern des Vogelsberggarten am Dienstagnachmittag bei einem Ortstermin im Bauerngarten auf dem Ulrichsteiner Schlossberg ins Gesicht und sorgte damit dafür, dass der offizielle Teil einer Spendenübergabe mit dem dazugehörenden Gruppenfoto, sehr schnell über die Bühne gingen. Zum Glück war es in der daneben stehenden „Ernst-Happel-Hütte“ windgeschützt und man hatte Gelegenheit zu einem kleinen Plausch.


Die Präsidentin des IWC, Carola Bauer, wies zunächst darauf hin, dass der Inner-Wheel-Club eine der größten Service-Organisationen von Frauen weltweit sei. Seine Ziele stimmten mit denen von Rotary überein. Die ehrenamtliche Arbeit habe ihren Schwerpunkt im sozialen Bereich, in der Unterstützung hilfsbedürftiger Personen, aber auch in der Förderung sozialer ehrenamtlicher Projekte.


Das Spendenaufkommen erwirtschaftet der IWC durch persönlichen Einsatz. Beispielhaft dafür sei der mehrtägige große Kleider-Basar während des jährlichen Martini-Marktes in Nidda, der großen Anklang finde und nennenswerte Summen einbringe.

 

Bei einem Treffen der insgesamt 31 Mitglieder, habe Ilona Appel (Schotten) über den Vogelsberggarten in Ulrichstein berichtet und dabei sei der Beschluss gefasst worden, dieses Projekt zu unterstützen. Präsidentin Bauer überreichte einen Scheck in Höhe von 500 Euro an den Vorsitzenden des Fördervereins, Bürgermeister Edwin Schneider, der sich namens des Vereins für diese Unterstützung bedankte.


Das Ulrichsteiner Stadtoberhaupt führte aus, dass das Projekt ohne die viele ehrenamtliche Mithilfe der Mitglieder des Fördervereins und weiterer Bürger nicht am Laufen gehalten werden könne. Neben diesem Engagement seien natürlich auch finanzielle Mittel erforderlich und im Zeichen leerer Kassen von Kommunen und Land, sei jede finanzielle Spende sehr willkommen.   


Das Konzept der sechs Hektar großen Anlage rund um den Ulrichsteiner Hausberg stellte dann Ernst Happel, der ehemalige Geschäftsführer des Naturparks Hoher Vogelsberg, vor. Nicht ganzjährig blühende Anlagen sollten gezeigt werden, sondern in fünf Wildpflanzenbeeten würden Pflanzen, sortiert nach ihren Standorten, erhalten, die reines Vogelsberger Genmaterial in sich tragen würden. Der Besucher könne damit auf sehr kleinem Raum, zum Teil vom Aussterben bedrohte, Pflanzen und Haustierrassen erleben.


Im „Bauerngarten“, einem Gemüsegarten, der nach alten Vorlagen geplant wurde, würden neben Gemüse, Obst und Kräutern auch schöne Stauden, sowie zahlreiche Wildrosen angebaut. Gesucht werden hier noch etwa 20 Bohnenstangen, denn „Stangenbohnen“ seien früher in jedem richtigen Bauerngarten vorhanden gewesen. An den alten Bohnenstangen hatte buchstäblich der Zahn der Zeit genagt und sie waren abgefault.


Ernst Happel bot abschließend dem IWC Bad Orb-Büdingen-Nidda im Sommer eine mehrstündige Führung durch die gesamte Anlage an.

 

Bild und Text von Dieter Graulich

Foto zur Meldung: Inner-Wheel-Club Bad Orb-Büdingen-Nidda unterstützt Vogelsberggarten
Foto: Inner-Wheel-Club Bad Orb-Büdingen-Nidda unterstützt Vogelsberggarten

Vogelsberggarten Ulrichstein erhielt den Umwelt- und Innovationspreis der OVAG

Am einem Samstagnachmittag im Oktober 2011 fand die feierliche Überreichung des Preises im Museum im Vorwerk in Ulrichstein statt.

Foto zur Meldung: Vogelsberggarten Ulrichstein erhielt den Umwelt- und Innovationspreis der OVAG
Foto: Vogelsberggarten Ulrichstein erhielt den Umwelt- und Innovationspreis der OVAG

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