Die Ohmquelle

Hinweis: Pressebericht zur Einweihung der Infotafel an der Ohmquelle am 19.06.2016

[Auszug des Textes von der Infotafel von Wilhelm Gerlach]

Knapp 1 km nordöstlich des Stadtzentrums von Ulrichstein, auf einer Meereshöhe von 570 m NN befindet sich der Ausgangspunkt eines Flusses, der einen Teil unserer hessischen Landschaft geprägt hat. Hier ist der Ursprung der Ohm, die flussabwärts weithin noch die „Bach“ genannt wird.

Kleine und größere Zuflüsse bilden die Ohm. Von den großen sind zu nennen: Die Felda, die sich bei Nieder-Gemünden mit der Ohm vereinigt; die Gleen, die den Orten Ober-Gleen und Niederklein den Namen gegeben hat und die unterhalb der Amöneburg von ihr aufgenommen wird; ferner die Wohra, die in zwei Armen bei Kirchhain einmündet.

Zwischen dem Quellpunkt und der Mündung der Ohm in die Lahn bei Cölbe liegen 59,9 km. 26 Mühlen hat die Ohm einmal mit Wasser versorgt, heute rauschen dort  meist nur noch die Wehre. Vielen Tieren bietet sie aber auch heute noch Schutz und Heimat. Die Ohm ist kein reißender Fluss. Ihr Gefälle vom Zufluss der Felda bis zur Mündung beträgt gerade einmal 27 Meter. Der neuerdings verwendete Name „Sweet Ohm“ könnte ihren Charakter bezeichnen, obwohl sie früher durch ihre jährlichen Überschwemmungen durchaus unangenehm werden konnte.
Der ursprüngliche Name der Ohm lautet AMANA, eine Bezeichnung, die wohl aus keltischer Zeit stammt und Wasser bedeutet. Zum ersten Mal ist der Name AMANABURCH für das Jahr 721 belegt, als Bonifatius unsere Gegend besuchte und den Grund für die Christianisierung legte. Das Ohmtal, vor allem in dem Abschnitt von Homberg bis Amöneburg, wird gesäumt von Orten, die es wie eine Perlenkette umschließen.

Info-Tafel an der Ohmquelle:

Konzeption: Wilhelm Gerlach (Erfurtshausen),
Gestaltung: Dr. Lutz Münzer (Marburg)